Extended Reality: Terminologie

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Der Bereich Extended Reality (XR, dt. erweiterte Realität) ist der Oberbegriff, welcher die Bereiche Augmented Reality (AR, dt. erweiterte Realität), Mixed Reality (MR, dt. gemischte Realität) und Virtual Reality (VR, dt. virtuelle Realität) beinhaltet.

Credits: PetiteProf79 | CC BY-SA 4.0 International

XR-Spektrum (Grafik und Konzept: Stephanie Wössner – Bilder Pixabay und eigene Bilder)

Bei AR werden virtuelle Inhalte über die reale Welt projiziert und mit diesen über einen Bildschirm interagiert. Ein bekanntes Beispiel dafür sind Spiele wie Pokémon und Minecraft Earth oder Google Maps Live View.

Bei MR werden ebenfalls virtuelle Inhalte über die reale Welt projiziert, doch findet die Interaktion nicht über einen Bildschirm statt, sondern durch die Aktionen in der realen Welt. Das bekannteste Beispiel für MR ist die Hololens von Microsoft, bei der man mittels Gesten mit den virtuellen Inhalten interagiert. Obwohl diese Art von Mixed Reality in der Industrie sehr sinnvoll eingesetzt werden kann, ist für den Bildungsbereich eher der Merge Cube interessant. Hier hält man einen Würfel aus Gummi oder Papier in der Hand, auf den mittels eines mobilen Geräts virtuelle Inhalte projiziert werden, die Interaktion findet jedoch mit dem Würfel statt, den man in der Hand hält und drehen kann. Die Interaktion findet hier als direkt statt anstatt indirekt über einen Bildschirm.

Credits: PetiteProf79 | CC BY-SA 4.0 International

Grafik: Stephanie Wössner – Vgl. Metzger C. & Schulmeister R. (2004). http://www.rolf.schulmeister.com/pdfs/Interaktivitaet_Gebaerden.pdf

Virtuelle Realität definiert sich durch zwei grundlegende Eigenschaften: Immersion und Interaktion. Aus der Kombination beider entsteht ein Gefühl der Präsenz in der computergenerierten virtuellen Welt. Dabei gibt es verschiedene Interaktionsniveaus, die von Anschauen bis hin zu selbst gestalten und Feedback erhalten reichen.

Je größer die Interaktion, desto größer das Gefühl der Immersion. Im unteren Bereich der Interaktion befindet sich die 360°-Technologie, die auf drei Freiheitsgraden (3DOF / degrees of freedom) beruht, weil man hier in alle Richtungen ein Blickfeld von 360° hat. Je größer die Interaktionsmöglichkeiten, desto weiter bewegt man sich in der Regel im Bereich der „richtigen“ virtuellen Realität, die auf sechs Freiheitsgraden (6DOF / degrees of freedom) beruht, weil man nicht nur mit dem Blick, sondern auch mit dem Körper mobil ist und sich im Raum bewegen kann. All dies ist jedoch unabhängig von der Verwendung einer VR-Brille, da man auch mit virtuellen Welten am Bildschirm interagieren und in sie eintauchen kann. Beispielsweise in Spiele wie Minecraft oder Minetest.

 

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