my360°

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Vor Kurzem gab Google bekannt, dass der in der Bildungswelt recht beliebte Tour Creator Ende Juni eingestellt wird. Vor wenigen Tagen füllte die Münchner Firma Delightex (die Macher von CoSpaces Edu) diese Lücke mit einem neuen Tool namens „my360°“. Aktuell zwar noch Beta, aber sehr vielversprechend, weil es nicht nur den Google Tour Creator vollwertig ersetzen könnte, sondern auch ThingLink.

Zum einen bietet my360° auf den ersten Blick im Bereich von 360°-Szenen alle Funktionen, die auch der Google Tour Creator hatte, einschließlich einem gesprochenen Hintergrundtext und einem Hintergrundsound.

Credits: PetiteProf79 | Screenshot

Möchte man mehrere Audiodateien in ein Bild integrieren, kann man dies aktuell nur in Verbindung mit einem Text tun bzw. in einem Pop-up, das Platz bietet für Text und Ton. Allerdings gibt es zusätzlich die Möglichkeit, Elemente, die schon von CoSpaces Edu bekannt sind, ebenfalls zu integrieren und zu animieren. So kann man kleine Comicfiguren in die Bilder setzen und mit weiteren Inhalten verknüpfen. Außerdem kann man die Szenen teilen, in eine bestehende Webseite einbetten und mit VR-Brillen wie der Meta Quest im nativen Browser immersiv erleben.

Die Sharecodes ähneln stark denen von CoSpaces Edu

Credits: PetiteProf79 | Screenshot

Neben 360°-Fotos kann man zusätzlich auch herkömmliche Bilder verwenden und dort Tags einfügen, die mit Inhalten verbunden sind. Dies ähnelt sehr den Funktionen, die ThingLink bietet, auch wenn es dort (noch) mehr Individualisierungsmöglichkeiten gibt.

Zum aktuellen Zeitpunkt ist my360° kostenlos verfügbar, allerdings muss sich jeder Nutzer ein Konto zulegen, sodass hier im Bildungsbereich ein wenig mehr auf Datenschutz geachtet werden muss, als dies bei CoSpaces Edu der Fall ist, wo sich Lernende über einen Klassencode ohne Emailadresse anmelden. Aber was nicht ist, kann ja noch werden, my360° ist auch erst seit sehr kurzer Zeit online. Bis dahin können sich Lernende beispielsweise über eine schulische Emailadresse anmelden, die keine (vollständigen) personenbezogenen Daten enthält oder die Lehrkraft kann Konten für die Lernenden erstellen.

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