Autor: Stephanie Wössner

KI

Künstliche Intelligenz begleitet uns bereits seit Jahren in vielen Lebensbereichen, auch wenn wir uns dessen vielleicht nicht immer bewusst sind. So basieren Internet-Suchmaschinen seit mehreren Jahren bereits auf einem KI-basierten Suchalgorithmus, der uns möglichst passende Ergebnisse für unsere Suchanfragen zu liefern versucht. Im Oktober 2019 erhielt die Suchmaschine von Google ihr bisher größtes Update mit der Sprach-KI BERT, die dabei hilft, natürliche Sprache besser zu verstehen. Auch auf Streaming-Plattformen wie Netflix und YouTube und in Sozialen Netzwerken arbeiten schwache künstliche Intelligenzen im Hintergrund, um uns basierend auf Deep Learning Vorschläge zu machen, was uns noch interessieren könnte, um zu berechnen,…

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KI

Um über das Thema „Künstliche Intelligenz“ angemessen sprechen zu können, ist es notwendig, die gebräuchlichen Terminologien zu kennen und unterscheiden zu können. Denn genauso wenig wie die menschliche Intelligenz, bei der es sich um ein kulturelles und nicht wertefreies Konstrukt handelt, existiert, gibt es die künstliche Intelligenz nicht. Ganz allgemein beinhaltet Künstliche Intelligenz alle Stufen der Nachahmung des menschlichen Denkens, Lernens und Verhaltens. Arten von KI Eine „schwache KI“ liegt vor, wenn es sich um eine kontextgebundene Maschinenintelligenz handelt, die durch maschinelles Lernen trainiert wird. Sie kann in der Regel nur ein klar definiertes Problem lösen. Eine „starke KI“ (oder…

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KI

Das Thema „Künstliche Intelligenz“ geht auf ein Gedankenspiel aus den 1950ern zurück. Im 21. Jahrhundert ist es zu einer besonderen Herausforderung der fortschreitenden Digitalisierung der Gesellschaft geworden, was u.a. darauf zurückgeht, dass bei diesem Thema die Wirtschaftsinteressen von Big Tech und Big Data zusammenkommen, was zu einem Bedarf an Datenschutzregeln führt, das einhergeht mit dem Bewusstsein, dass man sich den positiven Aspekten dieser Technologie nicht verschließen darf. Mit dem Begriff künstliche Intelligenz werden häufig Bilder aus Filmen und Serien assoziiert. Im Science Fiction-Bereich gibt es etliche Beispiele von wohlgesonnenen „Androiden,“ die über eine künstliche Intelligenz verfügen, wie z.B. Mr. Data…

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Ganz allgemein kann man sagen, dass sich im Bildungsbereich in den letzten Jahren zwar Produktinnovationen teilweise etabliert haben, ohne jedoch zu den notwendigen Prozessinnovationen zu führen. Damit handelt es sich bei ihnen oft um Scheininnovationen, die den Eindruck vermitteln, es habe sich etwas verbessert, doch das eigentliche Problem wurde dadurch nicht gelöst. Vor der Coronapandemie bemühten sich Lehrkräfte teilweise individuell darum, ihre Praktiken der Zeit anzupassen. Teilweise geschah dies, indem der traditionelle Unterricht mit Tablets angereichert wurde und innerhalb der Schule Strukturen geschaffen wurden, um die Tablets zu verwenden. Vereinzelt änderten Lehrkräfte auch ihre Herangehensweise und stellten die Lernerzentrierung mehr…

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Seit Jahren beklagen sich einerseits Lehrkräfte aller Schularten und auch weiterführende Bildungseinrichtungen und Betriebe darüber, dass Leistungsbereitschaft und -fähigkeit der Lernenden abnehmen. Wirtschaftlich gesehen geht es Deutschland zwar noch sehr gut, doch hat Deutschland längst etwas von seinem innovativen Ruf als Land der Dichter und Denker eingebüßt und es ist nur eine Frage der Zeit, bis andere Nationen uns im innovativen Bereich endgültig überholen. Zudem gibt es Studien wie die ICILS-Studie 2018 zu den Kompetenzen von Lernendem im digitalen Bereich, die zu einem für Deutschland katastrophalen Ergebnis geführt haben, während es gleichzeitig den Europäischen Referenzrahmen für digitale Kompetenzen (DigComp +…

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Der Begriff „Innovation“ ist in den letzten Jahren zum Modebegriff geworden. Er wird häufig gleichgesetzt mit der Nutzung oder Integration von Technologie. Im Bildungsbereich wird deshalb häufig von „innovativem Unterricht“ gesprochen, wenn man meint, dass Tablets eingesetzt werden. Wenn man sich den Begriff der Innovation jedoch genauer anschaut, so wird klar, dass in vielen Bereichen der Bildung aber auch im Businessbereich längst nicht alles innovativ ist, was so bezeichnet wird. Ganz allgemein muss man zwischen den Begriffen „Invention“ und „Innovation“ unterscheiden. Beide haben zum Ziel, ein vorhandenes Produkt oder einen vorhandenen Prozess qualitativ zu verbessern. Eine Invention liegt vor, wenn…

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Wir reden seit Jahren von der notwendigen Transformation des Lernens im 21. Jahrhundert und verweisen dabei auf die 4K, die 6C oder die 21st Century Skills, die „4Ps of Creative Learning“ und das SAMR-Modell von Ruben Puentedura. Doch es ist längst überfällig, das bisherige Verständnis von Begriffen wie „zeitgemäßes Lernen“ und „Transformation des Lernens“ im Kontext des SAMR-Modells zu überdenken und zu differenzieren. Das SAMR-Modell beschreibt, wie Technologie in die Bildung integriert werden kann. Man verwendet entweder die Technologie, um den Unterricht zu verbessern, indem man ein analoges Medium durch ein digitales Medium ersetzt (Substitution; z.B. Schulbuch als PDF auf…

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Das Spielen ist ein universelles Phänomen, das seit jeher zur Menschheit gehört („homo ludens“). Seit 2007 sind Computerspiele in Deutschland als Kulturgut anerkannt und 2017 betonte die Bundeskanzlerin bei der Eröffnung der Gamescom die Bedeutung von Videospielen u.a. als Innovationsmotoren. Damit ist das Spiel an sich keinesfalls eine Ablenkung von den „wichtigen“ Dingen des Lebens, sondern wir kehren vielmehr zur Natur zurück, indem wir spielen. Dennoch haben Spiele in der Regel ihren Platz in der Schule lediglich im Bereich der Belohnung bzw. der Motivation, anstatt dass sie zum handlungs- und kompetenzorientierten Lernen eingesetzt werden. In der Keynote werden grundsätzlich Fragen…

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Der Begriff „outside the box denken“ ist in den letzten Jahren sehr beliebt geworden, um unkonventionelles Denken im Kontext von (vermeintlichen) Innovationen zu beschreiben. Eine deutsche Übersetzung, die alle Nuancen der Metapher beinhaltet, gibt es nicht wirklich. Denn die vielzitierte „box“ schränkt physisch ein, während Konventionen dies eher gedanklich tun. Für mich bringt dieses Bild jedoch noch weitere Assoziationen mit sich: das Denken „in the box“ und die legitime wenn auch nicht sehr beliebte Frage „What box?!“. Gerade im Bildungsbereich wird aktuell viel darüber gesprochen, wie man Bildung neu denken kann und nicht selten sehen die Lösungen recht konventionell aus…

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