Es gibt mittlerweile eine Anzahl an Apps, die man nutzen kann, um in einem eher traditionell orientierten Unterricht einzelne Arbeitsphasen durch VR zu erweitern. Dazu gehören Google Expeditions – eine Sammlung von 360°-Inhalten, die man allein oder gemeinsam im Klassenraum nutzen kann, um fremde Orte und teilweise Zeiten kennenzulernen. Diese Anwendung funktioniert am mobilen Endgerät oder mit einem Cardboard. (Dienst wurde Ende Juni 2021 in Google Arts & Culture integriert) Google Arts & Culture – eine Sammlung von 360°-Inhalten verschiedenster internationaler Museen, sodass man Kunstwerke ins Klassenzimmer holen kann. Diese Anwendung funktioniert am mobilen Endgerät oder mit einem Cardboard. Wander…
Autor: Stephanie Wössner
Virtual Reality bietet meines Erachtens das größte Potenzial für die Transformation des Lernens. Ob dieses Potenzial genutzt werden kann, hängt natürlich u.a. von der zur Verfügung stehenden Ausstattung, aber auch von der Verfügbarkeit von Apps ab, die man kreativ einsetzen kann.
Die Technologie, auf der Mixed Reality basiert ist der Augmented Reality zugrunde liegenden sehr ähnlich. Bei beiden werden virtuelle Inhalte über die Realität projiziert, jedoch findet die Interaktion bei Augmented Reality in der Regel mit einem mobilen Endgerät statt, während man bei Mixed Reality mit der realen Welt interagiert. Dies kann mit einem realen Gegenstand geschehen (Merge Cube) oder durch Gesten, die in der Luft ausgeführt und durch Kameras in die virtuelle Sphäre übersetzt werden. Die Hololens (Windows Mixed Reality) kommt hauptsächlich in der Industrie, teilweise im medizinischen Bereich und der Forschung zum Einsatz. Für die Nutzung von Mixed Reality…
Zum aktuellen Zeitpunkt ist Mixed Reality vor allem in der Industrie, teilweise im medizinischen Bereich und der Forschung im Einsatz (in Form der Microsoft Hololens). Aus diesem Grund gibt es nur sehr begrenzt Möglichkeiten, selbst Mixed Reality-Inhalte zu produzieren. Um den Merge Cube sinnvoll von Lernende bebauen zu lassen, kann man die App CoSpaces Edu verwenden. Sie erlaubt neben der kreativen Nutzung von Fotos und Videos auch die Aufnahme von Audiodateien und einfache Block-Programmierung. Außerdem kann man direkt 3D-Objekte aus der Google Poly-Plattform importieren. Vorsicht ist geboten bei der Nutzung der integrierten Bildersuche, die leider aktuell die Bing Bildersuche verwendet…
Der Hersteller des Merge Cubes bietet auf seiner Webseite eine Reihe an fertigen Inhalten an, die mit dem Merge Cube verwendet werden können. Leider sind die Lizenzen sehr teuer und die fertigen Inhalte können lediglich in den eher traditionellen Unterricht integriert werden, nicht jedoch die Transformation des Lernens unterstützen. Im Google Play Store und im Apple App Store gibt es ebenfalls diverse kostenlose und kostenpflichte Merge Apps, die jedoch wenig pädagogisches Potenzial bieten.
Die Technologie hinter AR basiert größtenteils auf Webeditoren und Apps für mobile Endgeräte. So gibt es mittlerweile sowohl von Google den ARCore wie auch den Apple ARKit, die es Entwicklern für beide Plattformen ermöglichen, Anwendungen zur programmieren. Da die Interaktion bei AR im Anwenderbereich bisher primär über Bildschirme geschieht, werden also mobile Endgeräte benötigt, um AR in der Bildung einzusetzen. AR-Brillen werden seit Jahren angekündigt, aber diese Pläne scheitern immer wieder. Die letzte Ankündigung einer AR-Brille stammte von Meta (früher Facebook) aus dem September 2020: Zu einem noch unbestimmten Zeitpunkt im Laufe des Jahres 2021 sollte eine Consumer-Version einer AR-Brille…
Innovativer und mehr auf die Bedürfnisse der Lernenden ausgerichtet sind jedoch Apps, die es den Lernenden ermöglichen, im Rahmen eines kleinen Projekts, das auch gern fächerübergreifend ausgerichtet sein darf, selbst AR-Inhalte herzustellen. Zu diesen Apps gehören XPanda, Augmelity das Areeka WebAR Studio und CoSpaces Edu. Letztere bietet auch die Möglichkeit, Coding mit einzubauen und so z.B. das Fach Informatik mit einzubinden. Allerdings handelt es sich bei der AR-Funktion von CoSpaces Edu lediglich um die Möglichkeit, erstellte VR-Inhalte in die Realität zu projizieren. Auslöser dafür kann man nicht definieren. Ein ebenfalls sehr interessantes und einfach zu bedienendes Tool bietet ARientation. Hier…
Es gibt eine Reihe Apps, die unterschiedliche Inhalte anbieten, die man wie AR-Arbeitsblätter in den eher traditionellen Unterricht einbinden und somit AR-Elemente als zu analysierende Materialien nutzen kann. Google bietet hier aktuell mit Google Expeditions AR eine Datenbank von ca. 100 AR Experiences an, die man mittels mobiler Endgeräte und AR-Markern verwenden kann. Außerdem gibt es bei Google Poly 3D-Objekte, die man teilweise herunterladen und mit AR weiter verwenden kann, sowie in der Google-Suche mitunter AR-Ergebnisse, die jedoch aktuell eher spielerischer Natur sind. Hinweis: Sowohl Google Expeditions als auch Google Poly werden zum Juni 2021 eingestellt. Die Inhalte von Google…

