Autor: Stephanie Wössner

Menschen wie Organisationen tun sich schwer damit, sich vorzustellen, dass Veränderungen erfolgreich sein können. Viel leichter fällt es ihnen, sich das Scheitern vorzustellen. Dies gilt vor allem, wenn sie ein ganz konkretes und vielleicht auch idealistisches Ziel verfolgen, denn wenn das Ziel erreicht ist, dann werden sie nicht mehr gebraucht. Im technologischen Bereich wird dies verstärkt von der Tatsache, dass eine Zukunft, in der beispielsweise (unsichtbare) Algorithmen bestimmte Aufgaben übernehmen, dem Menschen an vielen Stellen das Handeln abgenommen werden könnte und er somit das Gefühl hat, dann keine Aufgabe mehr zu haben. Ganz allgemein gibt es diverse Gründe, wieso manche…

Read More

Futures Thinking bedeutet, dass man sich gedanklich mit der Zukunft beschäftigt. Es geht nicht darum, die Zukunft vorherzusagen, sondern darum, die eigene Zukunft in die Hand zu nehmen. Denn der beste Weg, um die Zukunft zu antizipieren ist, sie zu erfinden. Doch Vorsicht: auch wenn wir unseres Glückes Schmied sind, so dürfen wir nicht vergessen, dass wir unsere Zukunft mit allen anderen Menschen auf der Welt Tag für Tag verhandeln müssen, denn die Zukunft gehört uns allen. Es gibt viele Beispiele, wie Futures Thinking eingesetzt wird: Technologiefirmen versuchen damit, sich mit den Langzeitfolgen neuer Produkte zu befassen: Wo liegt ihr…

Read More

Seit einigen Jahren wird vor allem in den Medien zunehmend über die Potenziale und Herausforderungen von Künstlicher Intelligenz, oft in Verbindung mit Robotik, gesprochen. Dies führt in unterschiedlichen Kulturkreisen zu ganz verschiedenen Reaktionen. Der Westen, alle voran Deutschland, sieht das Thema in der Regel sehr kritisch und reagiert oft ablehnend auf neue (und sehr spannende) Entwicklungen. In Asien hingegen wird ganz anders damit umgegangen: beispielsweise werden in Japan Roboter, die menschliche Aufgaben übernehmen, mit offenen Armen empfangen. Betrachtet man die Situation näher, so ergeben sich interessante Erkenntnisse, die neben kulturellen Gründen unter anderem auch auf gängige Motive aus der Literatur…

Read More

Das Thema Datenschutz bringt im schulischen Bereich viele Unsicherheiten mit sich. Die nachfolgenden Informationen sollen dabei helfen, dass der Datenschutz der Transformation des Lernens nicht im Wege steht. Alle Aussagen habe ich getroffen, nachdem ich mich ausgiebig mit dem Thema Datenschutz in der Schule beschäftigt habe (u.a. in einer Fortbildung zum schulischen Datenschutzbeauftragten beim RP Freiburg). Sie stellen jedoch ausdrücklich meine persönliche Einschätzung dar und sind weder als Rechtsberatung anzusehen, noch habe ich den Anspruch, rechtliche Auskünfte zu geben. Vielmehr geht es mir darum, darüber aufzuklären, was es mit der DSGVO auf sich hat und wie man von einem pragmatischen…

Read More

Der Begriff des „Metaverse“ (dt.: Metaversum) geht zurück auf den Science-Fiction-Roman „Snow Crash“ von Neal Stephenson aus dem Jahre 1992. Das Metaverse ist – unter Berücksichtigung verschiedener, allgemein anerkannter Definitionen – eine Art kollektiver virtueller Raum, der mit der physischen Welt verwoben ist und u.a. virtuelle Welten, die erweiterte Realität (Extended Reality) und auch das Internet beinhaltet. Manche Menschen sprechen auch davon, dass das Metaverse das nächste Internet wird. Das Internet umfasst neben dem mobilen Internet (Smartphones) auch neue Trends wie das Internet of Things, das Internet of Places, die Blockchain und NFTs. NFTs, also Non-Fungible Tokens, sind vereinfacht gesprochen…

Read More

Mit dem Konzept der Blockchain werden häufig die Begriffe der Krytowährung und ganz speziell von Bitcoin assoziiert – und dies nicht nur im positiven Sinne, wenn man daran denkt, wie schnell der Bitcoin-Kurs durch einen Tweet von Elon Musk ins Wanken geraten kann oder welchen illegalen Machenschaften durch Bitcoin im Darknet aber auch bei der Finanz- und Wirtschaftskriminalität Tür und Tor geöffnet wird. Dies wird jedoch den Potenzialen der Technologie nicht gerecht, da sie unser gesamtes Leben, so auch den Bildungsbereich nachhaltig verändern könnte. Dieser Text basiert auf einem ebenfalls von mir geschriebenen Text, der unter einer CC BY-SA-Lizenz auf…

Read More

Das Internet of Things ist in aller Munde und verspricht, die Zukunft maßgeblich mitzugestalten. Doch worum geht es beim Internet der Dinge wirklich? Und was hat es mit Lernen zu tun? Dieser Text basiert auf einem ebenfalls von mir geschriebenen Text, der unter einer CC BY-SA-Lizenz auf der Seite des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg veröffentlicht wurde. 

Read More

Es gibt viele Beispiele, wie Computational Thinking konkret ins Lernen integriert werden kann. Der Aufbaukurs Informatik in Baden-Württemberg Auch wenn Computational Thinking nur am Rande etwas mit Informatik zu tun hat, so steht der Teil „Algorithmen“ des seit dem Bildungsplan 2016 verpflichtenden Aufbaukurses Informatik (Klasse 7) indirekt in Zusammenhang mit Computational Thinking, da es die Vorbereitung auf die Arbeit mit Algorithmen darstellt. Informatik ohne Stecker Informatik ohne Stecker ist ein Ansatz, der Computational Thinking ohne die Nutzung eines Computers in den Vordergrund stellt. Hier geht es ganz konkret um eine spielerische Annäherung an das Thema um das logische Denken anzuregen.…

Read More

Kompetenz-, Handlungs- und Projektorientierung Auch wenn viele Menschen denken, dass Computational Thinking seinen Platz im MINT-Bereich hat, ist dies ein Trugschluss, da es mit Informatik nur am Rande zu tun hat. Computational Thinking fördert überfachliche Kompetenzen und ist eine gute Gelegenheit, fächerübergreifend bzw. fächerverbindend zu arbeiten. Daher bieten sich hier handlungsorientiertes und projektbasiertes Lernen an. Je nach Lernidee werden verschiedene Kompetenzbereiche trainiert: Kommunikation, Kollaboration, Kreativität, Kritisches Denken, Persönliche Kompetenz und Demokratiebildung. Diese sechs Begriffe sind in der englischsprachigen Welt auch unter dem Oberbegriff der „6Cs of Deep Learning“ bekannt.  Umsetzung Computational Thinking besteht zwar aus vier Schritten, die das gemeinsame…

Read More

Beim Computational Thinking geht es um Problemlösekompetenz. Das Lösen komplexer Probleme ist eine wichtige Fähigkeit im 21. Jahrhundert und auch einer von sechs Bereichen der KMK-Strategie „Bildung in der Digitalen Welt“ von 2016. Computational Thinking beinhaltet folgende Schritte: Ein komplexes Problem in mehrere kleine Probleme zerlegen Muster erkennen, indem man die Probleme mit ähnlichen Problemen vergleicht Abstraktion der Erkenntnisse Lösungen für die einzelnen Teile des Problems entwickeln Erst nach Abschluss dieser vier Schritte kann optional ein Computerprogramm geschrieben und getestet werden, welches das Problem löst. D.h. dass Computational Thinking nichts mit Coding / Programmieren zu tun hat, sondern die Schritte…

Read More