Autor: Stephanie Wössner

Im ersten Dossier in Klasse 10 geht es um die Themen Liebe und Freundschaft. Nachdem wir bereits Mindmaps angefertigt hatten, um den Wortschatz vorzuentlasten, ging es darum, den Begriff „Freundschaft“ zu definieren. Hierzu bat ich meine Schüler, kleine Zeichnungen und Comics anzufertigen, die definieren sollten, was ein Freund fürs Leben ist. Interessant hierbei war die große Diskrepanz zwischen den Definitionen von Jungs und Mädchen. Wo es bei Mädchen eher um den emotionalen Aspekt ging, ging es für Jungs eher um Fußball und Videospiele. Die Zeichnungen waren wie bereits beim Methodentraining zur Personenbeschreibung in Klasse 9 beschrieben mit kräftigen Farben und kontrastreich…

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In der 9. Klasse geht es im Französischunterricht in der ersten Lektion u.a. um die Beschreibung einer Person. Dies gehört zu den wichtigen Methoden, die man auch später beherrschen muss, z.B. um Hauptfiguren aus Filmen oder Personen auf Bildern zu beschreiben. Um das Methodentraining etwas interessanter zu gestalten und den Schüler die Möglichkeit zu geben, sich mündlich zu äußern, haben die Schüler zuerst selbst Figuren gezeichnet, die sie dann in Vorbereitung auf das mündliche Endprodukt schriftlich beschrieben. Beim Zeichnen bat ich sie, alle Linien mit Schwarz nachzuziehen, kräftige Farben zu wählen und ein weißes, nicht liniertes oder kariertes Blatt Papier…

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Die erste App, die ich mit meinen Schülern aus den Klassen 8 bis 10 eingesetzt habe, ist die Mindmap-App SimpleMind Pro. Es handelt sich dabei um eine Android-App, die Pendants für das iPad und auch Desktop-Computer hat. Die Apps sind in der Basisversion gratis, für die Desktopversion gibt es eine kostenlose Testversion. Mindmaps werden häufig verwendet, um Ideen zu sammeln und Wortschatz zu strukturieren. Dies hilft später bei der intensiveren Beschäftigung mit einem Thema, da der notwendige Wortschatz keine Hürde darstellt. Die Anwendung der App ist denkbar einfach: man erstellt mit einem Handgriff eine neue MindMap und gibt einen Oberbegriff…

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Da ich gerne so interaktiv wie möglich mit meinen Schülern und den Tablets arbeiten möchte, habe ich nach einem passenden Umfrage- und Quiztool gesucht und bin mit Kahoot! auch sehr schnell fündig geworden. Hier gibt es nicht nur eine Menge bereits erstellter Quizzes, die man über den Computer starten und von den Schülern machen lassen kann, sondern man kann auch mit wenigen Handgriffen selbst ein multimediales Quiz erstellen. Um die Reaktion meiner Schüler zu testen, habe ich eine einfache Umfrage zu ihrer Nutzung von mobilen Endgeräten und deren Verfügbarkeit erstellt, die dann versuchsweise im Unterricht mehrfach abgespielt wurde, damit jeder…

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Die meisten der im Folgenden aufgelisteten Apps sind kostenlos. Bei einigen der Apps habe ich mich für die zahlungspflichtige Version entschieden, weil so ein paar interessante Zusatzfunktionen (z.B. Verbindung zur Dropbox, …) zur Verfügung stehen. Wenn sich Schüler die Apps auf ihren privaten Geräten installieren möchten (natürlich nur mit Zustimmung der Eltern) können sie jedoch alle Basisfunktionen über die kostenfreie Version erhalten. Bei den Apps, bei denen man sich anmelden muss kann ich auch zeitweise das Passwort ändern, sodass die Schüler auf den gemeinsamen Account Zugriff haben – was mir wiederum erlaubt, auf die Ergebnisse aller Schüler über den PC zuzugreifen.…

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Bei der Einrichtung der Tablets gab es zwei große Themen, die berücksichtigt werden wollten: 1. wie kann ich es schaffen, mehrere Geräte identisch einzurichten ohne dies mehrfach manuell zu tun? 2. wieviel Sicherheitsvorkehrungen sind notwendig zum Schutz der Schüler und der Geräte? Bezüglich der Frage der Einrichtung, stand für mich relativ schnell fest, dass die Installation aller Apps natürlich über ein gemeinsames Konto bei GooglePlay recht zügig vom Computer aus erledigt werden kann, jedoch hätte dies dennoch bei einer Anzahl von ca. 50 Apps recht viel Zeit und eine gute W-Lan-Verbindung gebraucht. Die W-Lan-Verbindung zu meinem Router war zwar ganz…

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Natürlich ist eine der Grundvoraussetzungen für ein erfolgversprechendes Tabletprojekt eine stabile WLan-Verbindung mit genügend Bandbreite. Eingie Apps können zwar offline genutzt werden, bei Weitem jedoch nicht alle. Beides war an meiner Schule ein kleines Problem, welches wir jedoch momentan im Rahmen der realistischen Möglichkeiten fürs Erste zufriedenstellen lösen konnten. WLan ist seit jeher eine Lösung, die in der Schullandschaft aufgrund von Strahlungsrisiken nicht gern gesehen wird. Meines Erachtens wird hierbei allerdings ignoriert, dass über 90% der Schüler inzwischen Smartphones in der Hosentasche haben, deren Internetverbindung konstant besteht und deren Strahlung sicherlich größer ist, als dies bei WLan der Fall wäre.…

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Um es meinen Schüler zu erleichtern, in Gruppen zwischen 3 und 5 Schülern mit den Tablets zu arbeiten, habe ich mich dazu entschlossen, sie in kleinen Lerninseln zu platzieren. D.h. vier oder sechs Einzeltische werden zu je einem Gruppentisch zusammengeschoben. So können die Schüler entweder gemeinsam mit einer App arbeiten indem sie etwas zusammenrücken, oder aber sie können das Tablet in die Mitte legen für den Fall, dass ein Schüler ein Wort nachschlagen möchte. Die Orientierung der Lerninseln habe ich den Schülern überlassen, da sie am besten beurteilen können, wie sie bequem zur Projektionsfläche schauen können. Durch den festen Platz…

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Natürlich geht es beim Einsatz von digitalen Medien nicht ohne Regeln. Angelehnt an die Nutzungsregeln fürs Computernetzwerk an unserer Schule habe ich deshalb eine Tablet-Nutzungsordnung entworfen, die von den Schülern und – da die Schüler minderjährig sind – ihren Eltern unterschrieben an mich zurückgegeben wurden. Da Schüler ja bekanntlich in solchen Dingen vergesslich sind – ich muss eigentlich jedes Mal wenn ich mit einer Klasse den Informatikraum nutze mindestens einen Schüler darauf hinweisen, dass man sein Passwort für’s Netzwerk nicht weitergibt, auch wenn es sich um Freunde handelt – habe ich die Nutzungsregeln wie auch die Verhaltensregeln für meine beiden…

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Ich habe insgesamt 86 Schüler, von denen 79 an der Umfrage teilgenommen haben. Achtklässler machen einen Großteil der Schüler aus (39, die ich in Englisch und/oder Französisch unterrichte), dazu habe ich noch 19 Zehntklässler, 6 Elftklässler und 22 Neunklässler. Wie zu erwarten haben so gut wie alle ein Smartphone (94%), und erfreulicherweise – zumindest für mich – sind fast 90% davon Android-Geräte. Dies bestätigt auch meine Wahl bei der Anschaffung der 5 Tablets, da die Schüler so lernen, mit ihren eigenen Androidgeräten umzugehen. Lediglich ein Schüler besitzt ein WindowsPhone. Ebenfalls eine gute Nachricht, da die meisten Apps zwar für Android…

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